Öko-Fairer Handel: Ein Thema mit vielen Siegeln und noch mehr Raum für Verbesserungen

Öko-Fairer Handel: Ein Thema mit vielen Siegeln
und noch mehr Raum für Verbesserungen


Auch wenn uns der schöne Schein vieler Öko-und Fairtrade-Siegel etwas anderes vorgaukeln wollen: Insgeheim werden gerade die ohnehin besonders benachteiligten Kleinbauernfamilien aus Afrika, Asien und Lateinamerika längst auch auf dem globalisierten Markt für zertifizierte Bio-Produkte Opfer eines knallharten Verdrängungswettbewerbs. Die Comundialis-Stiftung will Zeichen setzen, dass es auch anders geht.

Zwischen Marketing-Bildchen und Wirklichkeit

Der ökologische Anbau von Nahrungsmitteln und Agrar-Rohstoffen für die Textil- und Kosmetik-Industrie ist einer der wichtigsten Bausteine für eine nachhaltige Entwicklung – und zwar sowohl in den Industrieländern als auch in der so genannten Dritten Welt. Doch nur, wenn die Erzeuger für ihre ökologischen Produkte auf Dauer auch einen Fairen Preis erzielen, können sie diesen Weg erfolgreich fortsetzen und sich und ihren Kindern ein Leben in Würde sichern.

Aber welchen Sinn macht es, gesunde Lebensmittel und hochwertige Genussgüter anzubauen, wenn sie dann im knallharten globalisierten Preiskampf keine Käufer finden? Diese Frage stellen sich Millionen biologisch wirtschaftende kleinbäuerliche Familienbetriebe überall auf der Welt. Eine Antwort geben könnten wir VerbraucherInnen – mit unseren täglichen Kaufentscheidungen. Dabei lassen wir uns nur allzu schnell von gerissenen Geschäftemachern und deren dubiosen Gehilfen die Wahrheit schönreden.

Wenn „Bio“ und „Fair“ zur Profit-Maximierung missbraucht werden
Weltweit gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Umwelt-, Bio- und Fair-Trade-Zertifikaten, die leider nicht immer alle den gleich hohen seriösen Standards genügen. Seit vielen Jahren anerkannte Organisationen sehen sich zunehmend der Konkurrenz von neuartigen Label-Initiativen ausgesetzt, hinter denen oftmals große transnationale Konzerne stecken. So wird der Begriff “Fairer Handel” mehr und mehr als reines Marketing-Instrument missbraucht. Selbst innerhalb anerkannter Siegel-Initiativen wächst deshalb die Furcht vor einer zunehmenden Verwässerung des einstmals konsequent Armuts-orientierten Ansatzes.

Auf der Strecke bleibt nicht nur die Glaubwürdigkeit einer guten Idee. Auf der Strecke bleibt auch die Orientierungshilfe für die Verbraucherinnen und Verbraucher. Vor allem auf der Strecke aber bleiben Millionen Bauernfamilien sowohl im Norden als auch im Süden. Denn ihre gesamte Existenz hängt davon ab, dass ihre qualitativ hochwertigen Produkten am Markt auch die Wertschätzung erfahren, die sie verdienen.

Aus all diesen Gründen haben wir von der Comundialis-Stiftung beschlossen, das Thema „Zürck zu den Wurzeln des Bio-Fairen Handels“ zu einem langfristigen strategischen Schwerpunkt unserer Arbeit im Bereich Entwicklungspolitik zu machen.

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