Trust Organic Small Farmers: Die Idee eines Netzwerk fair-antwortlich handelnder Akteure

Trust Organic Small Farmers: Die Idee eines
Netzwerk fair-antwortlich handelnder Akteure


trust_organic_logoIm Jahr 2007 hat die Comundialis-Stiftung zusammen mit Kleinbauernorganisationen aus Afrika, Asien (und später auch Lateinamerika) die Initiative “Trust Organic Small Farmers” ins Leben gerufen. Gemeinsam mit ökologisch und sozial engagierten Händlern in Deutschland, Frankreich, USA und Kanada sollte diese Initiative das global aus dem Ruder laufende Bio-Business auf seine ursprünglichen Wurzeln zurückführen: persönliche Glaubwürdigkeit und Integrität der handelnden Akteure statt anonyme, auf Datenbanken und Marketingstrategien beruhende “gekaufte” Siegel und Zertifikate.

Denn benachteiligte Bio-Kleinbauernfamilien und die Pioniere des Fairen wie des Bio-Handels stehen vor dem selben Scherbenhaufen: Ihre finanziellen Ressourcen reichen nicht für teure Werbekampganen. Stattdessen sehen sie sich schwindenden Marktanteilen und einem erbarmungslosen Preiskampf mit Discountern und Supermarktketten ausgesetzt.

Unser Kooperationsprojekt geht in die nächste Runde

Fünf Jahre lang hat die Comundialis-Stiftung erfolgreich den Aufbau der in dieser Art wohl weltweit einzigartigen Kooperation von Bio-Kleinbauern im Süden und Bio-Kleinhändlern im Norden vorangetrieben und tatkräftig mit gemeinsamen Messe-Auftritten in ganz Europa und den USA unterstützt. Im Jahr 2011 gaben wir auf  Wunsch einzelner Akteure aus dem deutschen Bio-Handel das Ruder gerne an die Mitglieder der Initiative zurück – so, wie es sich für jedes ordentliche Hilfe-zur-Selbsthilfe-Projekt gehört. Als kleiner „closed Shop“ existiert dieses Netzwerk noch heute – mehr oder weniger entlang der ursprünglichen Ideale.

Wir von der Comundialis-Stiftung segeln derweil weiter zu neuen Ufern – halten dabei jedoch konsequent Kurs: Unser Augenmerk gilt nach wie vor solchen Bio-Kleinbauerngruppen, die noch so gut wie gar keinen Marktzugang haben – und deshalb auch nicht im Fokus der etablierten Siegel-Inititiven stehen. Sie zu untertsützen, ist mühsam, aber entwicklungspolitisch zwingend notwendig. Engagierte Händler, aber auch EndverbraucherInnen und Dritte-Welt-Gruppen sind herzlich eingeladen, bei dieser Graswurzel-Arbeit mitzuhelfen.

Ürigens:
Wir wissen sehr wohl, dass es auch hierzulande viele ökologisch und / oder sozial fair-antwortlich produzierende Bauernhöfe, Gärtnereien, Handwerksbetriebe und Kleinmanufakturten gibt. Auch diese können und sollen sich selbstverständlich angesprochen fühlen!  

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